Eine sehr vielversprechende Lösung für die Küche ist der in den letzten Jahren immer beliebter werdende Induktionskochherd. Zwar glänzt dieser Herd momentan noch besonders durch sehr hohe Kaufpreise, doch sind die Vorteile wirklich bestechend.
Der Induktionskochherd gewinnt seine Energie über eine stromdurchflossene Spule, die ein magnetisches Wechselfeld erzeugt. Dieses Feld sorgt durch Induktion Wirbelströme, die das Metall des Topfes und damit durch Wärmeübertragung den Inhalt aufheizen. Dabei werden jedoch nicht nur die Bodenplatte des Kochtopfes, sondern auch die Wände erhitzt. Dadurch wird die Speise nicht nur besonders gleichmäßig und schnell erhitzt, sondern auch der elektrische Strom dank des ohmschen Widerstands ganz besonders effektiv ausgenutzt. Über zwei Drittel des Stromes werden direkt in Wärmeenergie umgewandelt – ein Wert den normale Kochfelder niemals erreichen können. Ein weiterer Teil der Heizleistung wird aus der in der im Magnetfeld gespeicherten Energie gewonnen. Ein weiterer angenehmer Nebeneffekt ist, dass nur der Topf erhitzt wird und das gesamte Kochumfeld auf Raumtemperatur beleibt, was beispielsweise Unfälle mit Kindern vermeiden hilft. Auch geht keine Energie im leeren Raum verloren, wie es etwa beim ausströmenden Gas eines Gasherdes auftreten kann. Auch entsteht kein feinstaub wie bei anderen Herd Varianten. Nachteilig ist nicht nur der hohe Anschaffungspreis des Herdes, sondern auch die Tatsache, dass nur spezielle ferromagnetische Töpfe genutzt werden können, die ebenfalls relativ kostspielig in der Anschaffung sind. Auch sorgt der Lüfter des Herdes, besonders bei längerer Benutzung, für ausgesprochen störende Geräusche die mit zunehmendem Alter des Induktionskochherds immer unangenehmere Lautstärken erreichen können. Alle nicht elektronischen Töpfe, etwa auch Keramik, sind bei diesem Herd übrigens völlig nutzlos und erwärmen sich nicht einmal.
